Enantiopus melanogenys "Kilesa" - Großer Sandcichlide

Enantiopus melanogenys "Kilesa" - Großer Sandcichlide Vielen Aquarianern ist die Art noch unter ihrem alten Gattungs­­namen Xenotilapia bekannt. Aus­ge­dehnte Sand­flächen, auf denen große Schulen  im Abstand von nur einem Meter ihre Sand­nester bauen, sind der bevor­zugte Lebens­raum dieser Art. Sie stellen das Zentrum ihres kleinen Reviers dar. Die hier abgebildete Variante stammt von der Westküste des Tanganjikasees, die zu Kongo gehört, während unter Verw. Arten eine Variante aus Sambia zu sehen ist.

 

 

Enantiopus melanogenys "Kilesa" - Großer SandcichlideDiese Tiere pflege ich jetzt schon mehrere Jahre und die Nachfrage ist immer noch recht groß. Diese laichkraterbauenden Sandcichliden begeistern vorallem. wenn die Männchen sich um ein laichbereites Weibchen bemühen.Immer wieder locken sie das Weibchen in ihren gebauten Laichkrater und verteidigen ihren Fortpflanzungsakt recht aggresiv. Meistens sind um den Laichkrater 6- 8 kleine Hügel aufgebaut. Und immer wieder wird das " Nest " vom Männchen gesäubert und gepflegt.

 

testZur Haltung im Aquarium empfiehlt sich ein Becken mit möglichst großer Grundfläche, das neben einer ausgedehnten Sandzone auch Steinaufbauten aufweisen sollte, die unterlegenen Männchen oder Weibchen Rückzugsmöglichkeiten gewähren. Eine Vergesellschaftung mit anderen Tanganjikasee-Buntbarschen, die obere und mittlere Zonen im Aquarium bevorzugen, ist zu empfehlen.

Die Zucht dieses Maulbrüters erfolgt am besten im Gesellschaftsaquarium. Eine Unterscheidung der Geschlechter adulter Tiere ist anhand der unterschiedlichen Färbung meist kein Problem. Nach einer heftigen Balz, bei dem das Männchen mit abgesenktem Mundboden seine farbenprächtigste Ausfärbung zeigt, wird ein Weibchen angelockt. Im Gegensatz zu vielen anderen Maulbrütern werden bei dieser Art die Eier befruchtet, während sie noch in der vom Männchen ausgehobenen Grube liegen. Anschließend werden sie vom Weibchen aufgenommen, das nach etwa drei Wochen die 30 - 60 Jungfische aus dem Maul entläßt.Heute,am 31.3.2011 habe ich endlich wieder einmal Wildfänge bekommen. Um nicht eine Nachzucht von der Nachzucht und deren Nachzucht zu bekommen,macht sich so eine Investition schon manchmal erforderlich.Zwar nicht ganz billig,aber es lohnt sich. Also ab jetzt " Wilfangnachzuchten ",sogenannte F1.

 



Tanganjika Kartemaximale Grösse: 15 cm

Mindestbeckengröße: 200cm

Wasser:
PH-Wert von 7.8 bis 9
Gesamthärte von 7º bis 11º dgH
Karbonhärte von 16º bis 18º
Temperatur von 24º bis 26º Celsius

Anmerkungen zum Lebensraum:
Leitfähigkeit 520 - 728 µS/cm

Zucht:
Männchen baut zum Ablaichen eine Sand-Arena bis zu 60 cm Größe im Durchmesser in der die spätere Eiablage und Befruchtung stattfindet.

Geschlechtsunterschiede:
Männchen unterscheidet sich durch sein intensives Grün auf dem Kopf sowie blau in der Flanke. Weibchen sind schlicht silber.

Tipps zur Beckeneinrichtung:
Es sollte bei der Haltung dieser Tiere auf eine große Grundfläche des Aquariums geachtet werden.

Sehr schreckhaft, neigt auch sehr zum Springen (Deckscheiben).